Gunda Schwantje
TEXTE // FOTOGRAFIE

Aus meinem Archiv - eine kleine Auswahl

 

 

Als Autorin:

 

Veröffentlicht in der taz, die tageszeitung, www.taz.de

In einem Hafen der Ruhe - Beim Kunstprojekt "In Quarantäne - zeitgenössische Klausen" wurden mitten im hektischen Hafen von Rotterdam 25 Behausungen gebaut  //  Die Verknüpfung der Elemente - Auf dem Cleantech Spielplatz De Ceuvel in Amsterdam treffen Engagement, Innovation und Sachkenntnis zusammen  //  Die vielen Schüler des Steve Jobs - Reportage über niederländische iPad-Schulen  //  "Das hätte auch ich sein können" - Interview mit der US-amerikanischen Kriegsfotografin Andrea Bruce/NOOR über ihre Arbeit in Afghanistan und den Tod von Anja Niedringhaus  //  Kleve jetzt mit Uni - Um das strukturschwache Grenzgebiet zu päppeln, hat Nordrhein-Westfalens Landesregierung dort eine kleine Fachhochschule eingepflanzt //  Tauschen ist das neue Kaufen - Mini-Ökonomien in den Niederlanden  //  Ackern in der Innenstadt - Zu Besuch bei Rotterdamer Stadtbauern  //  Bischöfe beschämt über Missbrauch - Sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche in den Niederlanden // Aus Leidenschaft für die eigene Stadt - Unterwegs in Amsterdam mit Like-A-Local  //  Der eine Mann seiner Partei - Rechtspopulist Geert Wilders in seinem politischen Kampf gegen den Islam //  "Die Nationalität ist unwichtig" - Die Stadt Rotterdam und der erste Bürgermeister mit Migrationshintergrund, Ahmed Aboutaleb  //  Design statt Sex - Im Amsterdamer Rotlichtbezirk  //

 

Publiziert in PHOTONEWS, Zeitung für Fotografie, www.photonews.de

Der südafrikanische Fotograf Brent Stirton (Getty Images) ist in der internationalen Fotografie eine bekannte Persönlichkeit - Mit investigativen Recherchen für das National Geographic Magazine erinnert er an das Schicksal der auf unserem Planeten noch wild lebenden Tiere   //   Das World Press Photo Festival - Aufmerksamkeit für politische, engagierte Fotografie. Mit einem bemerkenswerten, sehr kritischen Beitrag über den internationalen Fotojournalismus des kurz darauf verstorbenen NOOR-Fotografen Stanley Greene (USA)   // 

Rezension des FotoTextBuches "Only The Sky Remains Untouched" von Claire Felicie (NL) - eine Arbeit über Kriegstraumata, über Schocks, über die unsichtbaren Verletzungen und Narben der Psyche ehemaliger UN-Soldaten   //   "Das Urteil der Menschen, die ich fotografiere, ist mir wichtig" - Jeroen Toirkens (NL) fotografiert Nomadenvölker der nördlichen Hemisphäre sowie die borealen, die großen Wälder des Nordens. Auch fördert er indigene Völker mit seiner Stiftung Nomadslife  //  Rettung des Farbdiaschatzes von Ed van der Elsken - Restaurierung und Archivierung im Nederlands Fotomuseum   //

Das Online-Magazin LensCulture - Fragen an den US-Amerikaner Jim Casper, LensCulture-Mitgründer und Chefredakteur   //   "Love Radio" - Besprechung des multimedialen Projekts von Anoek Steketee (NL) und Eefje Blankevoort (Kanada) über den Völkermord in Ruanda und den mühsamen Versöhnungsprozess   //  "Sie weiß warum Rebellen singen" - Ein bemerkenswertes Gespräch mit der unbeirrbaren, sehr couragierten Fotografin und Fotokünstlerin Newsha Tavakolian aus Teheran  //  "Ein Buch muss leben beim Durchblättern" - Interview mit Teun van der Heijden/Heijdens Karwei, Grafikdesigner und Buchproduzent, über die Kunst, besondere Fotobücher zu entwerfen  //  

"Wer selber denkt und recherchiert, übernimmt die Kontrolle und ist Herr der eigenen Botschaft" - Interview mit Lars Boering, Direktor von World Press Photo, über u.a. den Kurswechsel der Organisation; die Absicht, ein internationaler Think Tank zu werden; über einen neuen Typus Fotograf  //  "Ich liebe gesellschaftliche Themen und bin erfreut, wenn solche Geschichten wahrgenommen werden" - Interview mit der jungen, bereits vielfach preisgekrönten Fotografin Ilvy Njiokiktjien   //

Ein großes Experiment auf allen Ebenen - Fotojournalist Kadir van Lohuizen/NOOR und sein Multimedia-Pilotprojekt "ViaPanAm"  //  Fotografie in den Niederlanden: Interview mit Wim van Sinderen, Kurator des Fotomuseums Den Haag  //  Portrait über den belgischen Fotografen Stephan Vanfleteren und das Buch-/Ausstellungsprojekt "Facades & Vitrines"  //  Interview mit Wim Melis, Kurator des internationalen Festivals Noorderlicht Fotomanifestatie  //

"Ich sehe eine starke Tendenz dasselbe zu fotografieren, wieder und wieder" - Interview mit Stephen Mayes, 2012 Sekretär der World Press Photo Jury und Geschäftsführer der Agentur VII Photo, New York  //  "Ich bin auf die Suche gegangen nach Echtheit" - Interview mit dem Kurator, Publizisten und Art Direktor Erik Kessels/KesselsKramer  //  

"Ich finde ästethische Fotos langweilig und nicht informativ" - Ein Gespräch mit Hans Aarsman, Kolumnist und Sherlock Holmes der niederländischen Fotografie  //  Der Fotograf und Fotobuchproduzent Peter Dammann - Ein Portrait  //  Pioniergeist gefragt: Das "Sotchi-Projekt" und der Erfindungsreichtum des Niederländers Rob Hornstra  //  "Willkommen in den Dienstzimmern der Erde" - Ein Portrait über Jan Banning und seine Langzeitstudie zur Bürokratie weltweit: "Bureaucratics"

 

Publiziert bei SPIEGEL ONLINE, www.spiegel.de

Rezension: Fotoprojekt "Metropolis" - "Der Flow der Megastädte" - Ein Bildband des Niederländers Martin Roemers über das Leben in den Millionenstädten rund um den Globus  //  "Catwalk"-Ausstellung: "Schönheit als Waffe", gestaltet durch Erwin Olaf, Fotokünstler - Das Rijksmuseum in Amsterdam zeigt eine prächtige Modenschau aus vier Jahrzehnten  //  Rezension: "Mein Baum ist mein Bett" - Der Bildband "Escape" über russische Eremiten. Fotograf: Danila Tkachenko  // "Die Früchte des Frühlings" - Das Projekt "Stories of Change" und die Förderung junger Fotografen im arabischen Raum, Herausgeber: World Press Photo  //  "Die Pracht an der Gracht" - Rezension des Bildbandes "Grachtenhuizen", Fotograf: Arjan Bronkhorst  //  "Blume des Bösen" - Über "Poppy. Trails of Afghan Heroin", Text-Bildband der niederländischen Autoren/Fotografen Antoniette de Jong und Robert Knoth  //  "Bilder, mit denen man tanzen möchte" - Der Markt für Fotografie boomt: Der New Yorker Kunstexperte Bill Hunt über Fotografien als Investment

  

Produziert für die Bundeszentrale für politische Bildung, www.bpb.de

"Die Natur kehrt zurück" - Neue Wildnis und Hochwasserschutz an Waal und Niederrhein  //  "Das Tor zur Welt" - Der Rotterdamer Hafen, der globale Handel und eine Stadt, die niemals schläft

 

Autorin der Reportage im Fotobuch "Gel(i)ebtes Leben" von Gundula Krause, Fotografin, Berlin. Erschienen im Verlag seltmann+söhne, 2013.

 

Aus dem Print Archiv der taz:

//  Leben im Atlantik, am äußersten Rand - Reisereportage über Barra, eine Insel der Äußeren Hebriden

 

//  Segeln unter dem Meeresspiegel - In der Provinz Noord-Holland wurde das Land dem Meer abgetrotzt 

 

//  Ein magischer Ort - Im indischen Varanasie berühren sich am Ganges Mensch und Fluss  

 

//  Das Kollektiv und die Busfahrt - Ein Ausflug ins Riesengebirge mit der Volkssolidarität der ehemaligen DDR  

//  Zurück in die Zukunft - In den Wäldern von Massachusetts zehren Hippies von der Aufbruchstimmung der späten sechziger Jahre

 

 

Als Bildredakteurin:

 

//  Bildrecherche für das Ausstellungsprojekt "No Women No Peace". Auftraggeberin: PeaceWomen Across The Globe, Bern. Präsentiert in 2010 in der Lobby des UN Security Council, New York; in Berlin in der Heinrich Böll Stiftung; in der Schweizer Botschaft, Bern.

//  Bildredaktion des Buches "1989 - Globale Geschichten" / Wallstein Verlag, 2009. Herausgegeben von Susanne Stemmler, Valerie Smith, Bernd M. Scherer. Auftraggeber: Haus der Kulturen der Welt, Berlin

 

//  Mitarbeit als Bildfachfrau beim Buch- und Ausstellungsprojekt "Revisiting Memory - Gedächtnisspuren" / Matthes & Seitz Verlag. Literarisch-fotografische Reisen ungarischer und deutscher Fotografen und Autoren an Orte ihrer Erinnerung. Mit Lilla Khoór, Julia Baier, Gabriella Csoszó, André Lützen als Fotografen und Attila Bartis, Arno Geiger, Christiane Neudecker, Krisztián Grecsó als Autoren. Die Ausstellung wurde 2007 beim Internationalen Literaturfestival in Berlin gezeigt, auf der Frankfurter Buchmesse und in Budapest. Herausgeber: Wilhelm Droste, Martin Hager, Aimée Torre Brons. Auftraggeber: Edition 8, Berlin

  

//  Bildredaktion des Katalogs "Abseits der Seidenstraße - Kunst und Kultur aus Zentralasien". Redaktion: Martin Hager, Harald Olkus, Axel Besteher-Hegenbart. Auftraggeber: Haus der Kulturen der Welt, Berlin 

  

//  Bildredakteurin des Buches "Bilderchronik der Wende - Erlebnisse aus der Zeit des Umbruchs 1989/90". Herausgegeben von Hannes Bahrmann und Christoph Links. Auftraggeber: Christoph Links Verlag, Berlin

 

Sowie die unzähligen Zeitungsseiten der taz, die ich im Laufe der Jahre als taz-Bildredakteurin produziert habe, darunter viele Titelseiten, Schwerpunktseiten, Reiseseiten und taz-Sonderproduktionen, wie u.a. die taz-Journale "Donna & Doria", "Hin & Weg", "Grenzerfahrungen"

 

 

Last, but not least, eine der unter der Rubrik "Berliner Szene" veröffentlichten Kolumnen, aufgespießt auf den Straßen Berlins

 

Muße auf zwei Rädern   //   Victoria und ich

Selbst die Frau mit den Kindern im Bakfiets kommt nach der Ampel schneller in Fahrt, und trotz der Fracht, die sie bewegt, hat sie bald einen ordentlichen Abstand herausgefahren. Wir sind einfach langsam, Victoria und ich. 

"Nimm doch Victoria!" hatte meine Mitbewohnerin gesagt. Bis nach Prenzlauer Berg würde ich es allemal spielend schaffen. Ich will aber weiter, nach Kreuzberg, nach Neukölln. Das kostet Zeit. Das spart das Konditionstraining im Fitnessstudio. 

Victoria lag in der Scheune eines alten Jagdschlosses in Bückeburg unter einer fetten Staubschicht begraben, als meine Mitbewohnerin es entdeckte. Weil sie einen Blick und Faible hat für Originelles und Langlebiges, erklärte sie dem Besitzer, das antike Stück würde ganz wunderbar als Zweitrad taugen. Und so ist es. 

Schmunzelnd betrachte ich die windschnittige "Kühlerfigur", sie thront auf dem Schutzblech, und Victoria macht bei Gebrauch haargenau das Geräusch, das man von alten Drahteseln erwartet. Der Name ist übrigens nicht der Sentimentalität meiner Mitbewohnerin geschuldet, etwa um sich regelmäßig einer reizenden alten Tante zu erinnern; Victoria ist eine Marke und mit geschnörkelten Buchstaben auf dem Rahmen notiert. 

Weil wir also durch die Straßen Berlins schleichen, Victoria und ich, werden wir von wirklich allen Radfahrern, die in unsere Richtung wollen, überholt. Diese Tatsache relativiert dann allerdings so manche folgende Ampel. Ich habe Gelegenheit und Muße, Rücken zu studieren und Fontänen, die schnittige Räder auswerfen, wenn es regnet, und fiese Jacken mit Dreckspritzern, die in breiten Streifen längs des Rückrats verlaufen. Selbstverständlich wird einem so eine Sauerei mit Victoria niemals passieren.